Fallbeispiel aus der Astrologischen Symbolaufstellung

Aktualisiert: 13. März 2019

Ausbildung/Studium abgeschlossen, was nun?

Eine 30jährige Frau suchte mich auf und berichtete mir von ihren großen Entscheidungsproblemen. Sie hatte erst eine Berufsausbildung als Kauffrau abgeschlossen und nun beendete sie gerade ihr Wirtschaftsstudium mit großem Erfolg. Zwei Ideen schwirrten in ihrem Kopf herum, die grundsätzlicher nicht sein konnten. Einerseits reizte sie in die Unternehmensberatung und andererseits wollte sie als Coach arbeiten. Der eine Job hat in der Hauptsache den Zweck Arbeitsplätze zu vernichten, der andere, diese zu erhalten. Einer macht Menschen unglücklich und der andere glücklich. Auf ihre vielen unterschiedlichen Bewerbungen tat sich nichts, weder in die eine Richtung, noch in die andere. Völliger Stillstand, trotz ausgezeichneter Referenzen und Zeugnisse. Sie war völlig hilflos. Durch ihre Mutter hatte sie von den Astrologischen Symbolaufstellungen erfahren und auch schon die positiven Veränderungen erlebt. Also mailte sie mir ihre Geburtsdaten, Tag, Uhrzeit und Ort zu und wir vereinbarten einen Termin via Skype, da sie in Belgien lebt. Auch für mich eine völlig neue Erfahrung, da ich bisher noch nicht über Skype eine Aufstellung geleitet hatte.

Nach der Ausarbeitung ihres Horoskopes, erklärten sich für mich schon einige Themen aus unserer Vorbesprechung. Gespannt erwartete ich den Aufstellungsbeginn mit dem neuen Medium. Wie würde es sich anfühlen und wie würden die Energien fließen? Durch meine andere Energiearbeit war mir klar, in diesem Bereich unseres Lebens gibt es keine Entfernung und Abstände. Endlich war der Tag gekommen und wir begannen. Die Kamera der Klientin wurde auf den kleinen Astroteppich und die Figuren ausgerichtet und wir begannen.

Anfangs fühlte sich die Klientin sehr ruhig, sehr ausgeglichen, alles war passend und gut. Sie hatte einen sicheren Stand. Nachdem sich ihre drei Seelenanteile vor sie gestellt hatten, berichtete sie verwundert, dass ihr jetzt irgendetwas Druck im Bauch verursacht und die drei wie eine Mauer vor ihr stehen. Zu Pluto und Uranus hatte sie ein gutes Verhältnis, nur bei Neptun bekam sie ziehen und Druck im Bauch. Auch begann sie jetzt vor- und zurück zu wackeln. Da Neptun ja für die Intuition und das Bauchgefühl zuständig ist, passte das auch ganz gut. Nun berichtet die Klientin wie sich die drei Seelenanteile fühlten, ohne dass sie wusste, welche Figur für wen steht. Pluto wurde es ein bisschen übel, hatte aber einen sicheren Stand und kein Verhältnis zu ihr und ein sehr neutrales Gefühl. Uranus zog es nach vorne zur Klientin, die Knie gaben nach und es fiel ihr schwer stehen zu bleiben. Er sagte ganz deutlich zur Klientin: „Nun geh doch endlich los!“. Schon jetzt wunderte sich die Klientin, wie ihre Gefühlslage und ihr Körpergefühl sich änderte und mit welchem Selbstverständnis sie für die Figuren sprach. Neptun wurde nach hinten weggezogen, ansonsten war aber alles gut.

Nachdem die Klientin jetzt ihre Seelenanteile gehört hatte, hatte sie eine leichte Linkstendenz im Oberkörper und es zog sie nach vorne zu ihren Seelenanteilen. Sie meinte Uranus solle weggehen, Neptun könne auf sie zukommen und mit Pluto wäre alles in Ordnung.

Da sie sich so gut mit Pluto verstand und sie augenscheinlich keine Macht- und Ohnmachtthemen bei ihren Problemen hatte, nahm ich Pluto aus der Aufstellung. Nun zog es auch die Klientin nach vorne zu ihren verbliebenen Seelenanteilen, woraufhin sie das Gefühl hatte, sie würde Uranus nach hinten schieben und Neptun würde auf sie zukommen. Als ich den Uranus befragte, teilte er mir mit er hätte Bauchgrummeln. Im gleichen Moment hupte draußen laut ein LKW. Ich grinste still vor mich hin und dachte, ja ich habe auch so verstanden wer stehen bleiben soll. Neptun hatte keine Gefühle und wollte nur zur Klientin gehen. Nun nahm ich also auch den Neptun aus der Aufstellung.

Der Klientin ging es jetzt gar nicht mehr so gut, sie hatte jetzt den Drang nach hinten weg zu gehen. Uranus zog es jetzt massiv nach vorne und meinte, er habe das Gefühl, die Klientin wolle weg.

Jetzt meldete sich bei mir ziemlich deutlich die „Zerrissenheit“ ein Aufstellungssymbol aus meiner Ausarbeitung. Also stellte ich sie verdeckt auf. Die Klientin sagte mir, die Figur fühle sich völlig müde und kraftlos an. Als ich sie selbst fragte wie sie sich fühle, sagte sie, sie hätte jetzt völlig weiche Knie, sie sacken ihr weg, ihr Rücken tue ihr weh, aber es zieht sie nicht mehr nach hinten weg, eher nach vorne. Uranus findet das alles gut und es zieht ihn jetzt nach vorne zur Klientin. Als ich sie zu ihrem Verhältnis zur Zerrissenheit befragte, sagte sie, sie sei ihr auf den Magen geschlagen und sie habe jetzt Bauchschmerzen.

Jetzt stellte ich die Angst hinter die Klientin, mit der Folge, dass die Klientin sich nach hinten weggezogen fühlte, mehr Puls bekam und begann zu schnauben. Sie war jetzt ständig in Bewegung und wollte weg. Uranus teilte mir mit, die Angst wäre ihm völlig egal, sie spiele für ihn keine Rolle. Der Zerrissenheit war jetzt mit dem Auftauchen der Angst glücklich, fand alles gut und ihr gefiel die Angst richtig gut. Kein Wunder, die Angst ist ja auch eine gute Unterstützung für die Zerrissenheit. Alles passte wunderbar zusammen, auch wenn die Klientin es noch nicht verstand, für sie war ja alles noch verdeckt.

Nun benannte ich die Mutterlinie. Rein intuitiv, ich hatte das ganz starke Gefühl, dass sie hier hin gehört. Die Mutterlinie fühlte nichts besonders, sie hatte lediglich eine leichte Tendenz nach vorne zu gehen, blieb aber stehen. Die Klientin fand sie richtig gut, die Figur unterstützt mich und sie lächelte. Uranus blieb neutral und ruhig stehen. Auch die Zerrissenheit zeigte keine große Reaktion, nur die Angst meinte, sie wäre jetzt raus, seit die Mutterlinie drin ist. Nachdem die Mutterlinie den anderen zugehört hatte, sagte sie, sie stehe allen kritisch und skeptisch gegenüber.

Ich hatte das Gefühl hier fehlt etwas, also nahm ich das Urvertrauen herein und wie es sich zeigte, war das richtig. Das Urvertrauen stellte sich hinter die Klientin, wo es ja auch einen guten Platz hat. Als ich es befragte, brachte es aber ziemlich deutlich zum Ausdruck, dass es sehr verärgert und angepisst ist, dort aber richtig stehen würde! Uranus sagte, dass das halt so ist, ansonsten ist er aber neutral.

Alle anderen zeigten keine richtige Reaktion, also fehlte hier noch Mut. Gedacht, getan und den Mut aufgestellt. Die Klientin meinte, die Figur wäre zwar da, es würde sie aber nichts zu ihr hinziehen. Trotzdem stellt sie sich neben den Mut und möchte da ganz dicht ran. Als sie dicht neben dem Mut stand, wollte der nur noch weg. Das war ihm alles zu nah. Er wäre stark und sicher und das passt nicht zur Klientin. Der Uranus war jetzt betroffen, dass die Klientin nicht mehr zu ihrem Platz steht und nur noch weg will. Als ich die Klientin und den Mut fragte, ob es besser wäre, wenn sie ihren Platz verändern würden, meinten beide, das können wir ja mal ausprobieren. Jetzt gingen beide an den ursprünglichen Platz der Klientin zurück, den die Klientin im Verlaufe der Aufstellung immer weiter nach hinten verlassen hatte. Hier gefiel es beiden gleichermaßen gut. Jetzt wurde der Uranus eifersüchtig und neidisch auf die Beiden. Dem Urvertrauen gefiel der gemeinsame Stellungswechsel sehr gut. Bei der Mutterline veränderte sich die innere Einstellung vom Negativen in das Positive. Die Angst wurde fröhlich und kehrte jetzt wieder von draußen in den Kreis zurück.

Nun war der Uranus sehr erleichtert und freute sich, dass die Angst wieder offen da war und sich nicht mehr versteckte. Auch die Vaterline und die Zerrissenheit fand es gut. Für das Urvertrauen passte jetzt alles, nur für den Mut war es nicht wichtig, ob die Angst da war oder nicht. Kein Wunder!

Jetzt wandelte sich der Mut in den „Seelischen Bahnhof“, die Konstellation aus der die Symbole Zerrissenheit und Angst stammten und um die es hier ging. Der Seelische Bahnhof erklärte, er wäre der Gegenpart zur Angst und stände ihr deshalb gegenüber. Die Klientin teilte mir mit, sie habe zum Seelischen Bahnhof keine Verbindung, sie registriere ihn zwar, fühle aber nichts Bestimmtes.

Im gleichen Moment geht der Heizstrahler im Zimmer aus und das Licht geht an! Wieder ein untrügliches Zeichen von außen. Die Klientin stellt fest, dass er jetzt alles viel besser sieht, wirklich alles, selbst in der Realität! Dem Uranus als Seelenanteil geht es jetzt richtig gut. Er sagt, endlich stehen alle da, wo sie hingehören, jetzt ist es vollständig. Auch dem Urvertrauen gefällt die Konstellation die da jetzt steht. Der Mut freut sich, dass er da ist und ist jetzt völlig auf die Klientin fixiert. Auch Zerrissenheit, Vaterline und Angst finden den Zustand jetzt gut und richtig, alles ist ausgeglichen.

Jetzt ist der Ist-Zustand erreicht und das Problem liegt deutlich und offen da. Im Seelischen Bahnhof befindet der Mensch sich in einer Warteposition und sitzt zwischen zwei Stühlen, Unternehmensberatung und Coach. Sie hat ihren Platz noch nicht gefunden und fühlt sich zerrissen. Auch hat sie das Gefühl das Leben zu verpassen. Menschen die diese Konstellation haben, stellen Bestehendes in Frage und haben blitzartige Gedanken. Auch ist dieser Mensch immer im Übergang und in der ständigen Veränderung. In allen Punkten konnte sich die Klientin gut wiederfinden und sie bestätigen.

Jetzt konnten wir mit der Wandlung gemeinsam beginnen. Die Angst wandelten wir in „alles im richtigen Maß“ tun. Die Zerrissenheit wandelten wir in Entschlossenheit, Einigkeit und Klarheit. Hierbei ging es dem Urvertrauen fantastisch! Eine schöne Bestätigung, dass alles gut funktionierte. Der Mutterlinie wurde zugrunde gelegt, dass jetzt das Fundament gebaut wird um ihr später zu begegnen und helfen zu können. Der Seelische Bahnhof wurde in einen Seelischen Zug gewandelt, dadurch lässt die Klientin den Seelischen Bahnhof hinter sich und bringt sich aus der Warteposition in die Bewegung und kann neue Wege finden und völliges Neuland betreten. Sie wird zur Wegbereiterin und Querdenkerin.

Im Schlussbild haben sich Uranus, sein stehengebliebener Seelenanteil und die Klientin im Arm und Mut und Urvertrauen stehen hinter ihr und unterstützen sie.

Einen Monat nach der Aufstellung bekam ich die Rückmeldung, dass die Klientin mehrere Stellenangebote bekommen habe und zwar auf die Stelle, die beide Berufswünsche miteinander vereint, was vorher unmöglich schien. Sie brachte ihre Ideen von ihrer möglichen Tätigkeit beim Vorstellungsgespräch ein und fand offene Ohren bei diesem Arbeitgeber. Nach zwei Monaten wurde für sie eine passende Stelle im Unternehmen neu geschaffen, in der sie mittlerweile erfüllt und glücklich arbeitet.


© 2018 Thorsten Kaufhold

Menschen und Räume GmbH

Hiddingseler Strasse 31 | 48249 Dülmen

Datenschutz / Impressum                                                                                                                                                          Tel. 0 25 94 - 79 79 70 88| Email: Kontakt@meinNEUANFANG.de